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Allgemeines
Das Nilkrokodil (Crocodylus niloticus) bewohnt die Flüsse und Gewässer des Tropischen und subtropischen Afrikas. Es wird 50 Jahre alt, 6-7 m gross und kann eine Tonne wiegen. Es ist vorwiegend dämmerungs- oder nachtaktiv, frisst alles, was es bewältigen kann, und nimmt auch Aas. Da die erwachsenen Tiere an Land ziemlich unbeholfen sind, verbringen sie die meiste Zeit im Wasser und lauern auf Beute.
Fortpflanzung
Die Weibchen vergraben ihre 20-50 gänseeigrossen Eier etwa 50 cm tief in Wassernähe im Boden. Die Eier werden bewacht. Dabei kehren die Weibchen immer wieder zu günstigen Brutplätzen zurück und verteidigen diese gegen andere Weibchen. Sobald die Jungen schlupfbereit sind, quäken sie im Ei, ein Zeichen für die Mutter, die Eier wieder auszugraben. Das Weibchen trägt die geschlüpften Jungen im Maul zum Wasser. Gelegentlich leistet es auch Geburtshilfe und zerbricht vorsichtig die Eischalen, damit die Jungen heraus können. In den ersten Wochen werden die Kleinen noch von der Mutter beschützt, später passen sie ins Beuteschema und können durchaus von erwachsenen Krokodilen gefressen werden. Nilkrokodile werden mit 12-15 Jahren geschlechtsreif.
Krokodil und Mensch
Für die alten Ägypter war das Nilkrokodil ein heiliges Tier. Sie wurden gefüttert und nach ihrem Tode auch einbalsamiert. Gelegentlich bekamen sie auch Menschenopfer. Vielleicht wollten sie so ein Tier besänftigen, dem mehr Menschen zum Opfer gefallen sind als z.B. den afrikanischen Raubkatzen. Später war das Krokodil aus anderen Gründen begehrt: Wegen seiner Haut und der begehrten Krokodillederartikel, die beinahe zur Ausrottung sämtlicher Krokodile geführt hatten. Ausserdem wurde es als Fischschädling verfolgt (meistens zu Unrecht) und wegen seiner Gefährlichkeit für den Menschen gefürchtet.
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