Deerhound

Deerhound  Deerhound, Scottish  Scottish Deerhound

Deerhound

Kategorie, Historie, Eckdaten, Wesen, Fell: Struktur und Farbe, Kopf und Schnauze, Vom Hals zum Schwanz, Der Bewegungsapparat, Besonderheiten


 

Kategorie  
Gruppe         Windhund, Rauhhaarig
FCI-Nr          164
 
zum Seitenanfang

Historie  
Herkunft       Grossbritannien
Entstehung    Mittelalter
Verwendung  Hirschjagd
 
zum Seitenanfang

Eckdaten  
Alter             11-12 Jahre
Gewicht         Rüde > 45,5 kg / Hündin > 36,5 kg
Grösse          Rüde > 76 cm / Hündin > 71 cm
 
zum Seitenanfang

Wesen  
Der Deerhound ist ein grosser, kräftiger und rauhhaariger Windhund.
Er gilt als sanft, ruhig, freundlich und fügsam.
 
zum Seitenanfang

Fell: Struktur und Farbe  
Dunkles Blaugrau, dunkleres und helleres Grau oder gestromt sowie gelb, rotsandfarben oder rotbräunlich mit schwarzer Maske und schwarzen Ohren, Läufen und Rute. Eine weisse Brust, weisse Zehen und eine kleine weisse Rutenspitze sind erlaubt. Eine weisse Blesse am Kopf oder ein weisser Kragen sind nicht zulässig.
Das Fell des Deerhound ist struppig, besteht aber nicht aus übermässig viel Haar. Das Fell ist dicht, anliegend, zottig und fühlt sich harsch oder steif an. Am Rumpf, Hals und Hinterhand ist das Fell harsch, drahtig und etwa 7 - 10 cm lang, an Kopf, Brust und Bauch ist es viel weicher. An der Innenseite der Vorder- und Hinterläufe hat der Deerhound leichte Haarfransen.
 
zum Seitenanfang

Kopf und Schnauze  
Der Kopf des Deerhound ist lang. Der Schädel ist eher flach als gewölbt mit einer sehr leichten Erhöhung über den Augen. Er ist am breitesten an den Ohren und verjüngt sich leicht zu den Augen hin. Er ist mit mässig langem Haar bedeckt, das weicher ist als das übrige Fell. Der Nasenrücken zeigt keinen Stop. Der Nasenspiegel ist schwarz. Die Nase ist leicht abwärts gebogen. Der Fang verjüngt sich stärker bis zum Nasenspiegel. Bei heller gefärbten Hunden wird ein schwarzer Fang bevorzugt. Die Lefzen liegen an. Das Fell bildet einen guten Schnurrbart von ziemlich seidigem Haar und etwas Kinnbart. Die Kiefer sind kräftig mit perfektem, regelmässigem und vollständigem Scherengebiss. Die Augen sind dunkel, im allgemeinen dunkelbraun oder haselnussfarben. Sie sind mässig rund mit sanftem Blick in der Ruhe, aber durchdringendem, in die Ferne gerichtetem Ausdruck, wenn der Hund erregt ist. Die Lidränder sind schwarz. Die Ohren sind hochangesetzt und in der Ruhe zurückgefaltet. In der Erregung werden sie über den Kopf erhoben, ohne die Faltung zu verlieren und manchmal halbaufgerichtet. Das Ohr ist weich, glänzend und wie ein Mausefell anzufühlen, je kleiner, desto besser, ohne lange Behaarung oder Fransen. Seine Farbe ist schwarz oder dunkelfarben.
 
zum Seitenanfang

Vom Hals zum Schwanz  
Der Hals des Deerhound ist sehr kräftig und von guter Länge, die gelegentlich durch die Mähne verdeckt ist. Das Genick am Kopfansatz ragt stark heraus. Der Hals bildet keine lose Kehlhaut. Rumpf und gesamter Körperbau sind wie bei einem Greyhound, aber von grösseren Proportionen und stärkeren Knochen. Eine gerade Oberlinie ist unerwünscht. Die Lenden sind gut gewölbt und zur Rute hin abfallend. Die Kruppe ist abfallend, breit und kraftvoll. Die Brust ist eher tief als breit, jedoch nicht zu schmal und flachrippig. Die Rute ist lang, stark am Ansatz, verjüngt sich und reicht fast bis zum Boden. Im Stand fällt sie vollkommen gerade herab oder ist aufgebogen. In der Bewegung wird sie aufgebogen, aber niemals über die Rückenlinie erhoben. Sie ist gut mit Haar bedeckt, das an der Oberseite stark und drahtig, an der Unterseite länger ist; eine leichte Franse zum Ende hin ist nicht zu beanstanden. Eine eingerollte oder als Ring getragene Rute ist unerwünscht.
 
zum Seitenanfang

Der Bewegungsapparat  
Die Vorderläufe des Deerhound sind gerade, breit und flach. Die Schultern sind gut liegend und nicht zu weit auseinanderstehend. Überladene oder steile Schultern sind unerwünscht. Ellbogen und Vorderarm werden gut breit erwünscht. Zwischen Hüfte und Sprunggelenk ist eine grosse Länge vorhanden. Die Hüfthöcker stehen weit auseinander. Die Knie sind gut gewinkelt. Die Pfoten sind kompakt und gut aufgeknöchelt mit starken Krallen. Das Gangwerk des Deerhound ist leicht, aktiv, parallel und weit ausgreifend.
 
zum Seitenanfang

Besonderheiten  
Schon vor der römischen Invasion gab es grosse Windhunde auf den britischen Inseln. Man vermutet, dass sowohl die Phönizier als auch die Kelten schon Windhunde mitgebracht hatten. Vermutlich entstand das rauhe Fell durch Einkreuzung von robusten einheimischen Rassen, da ein seidenhaariger Wüstenhund nicht unbedingt für das rauhe schottische Klima geeignet war. Im Mittelalter war es unter den Adligen ein beliebter Sport, mit einer ganzen Meute dieser Hirschhunde auf die Jagd zu gehen. Es gab sogar ein Gesetz, dass man mindestens Earl (Graf) sein mußte, um einen solchen Hund halten zu dürfen. Im 18. Jahrhundert gab es aus Sicht des Hundes mehrere Katastrophen: Die Schusswaffen wurden für die Jagd immer beliebter, damit war die Hetzjagd nicht mehr in Mode. Die grossen Hirsche verschwanden, und da immer mehr Fläche für die Landwirtschaft genutzt wurde, fehlte der Platz, um einen Hirsch hetzen zu können. Nach der Schlacht von Culloden wurde der schottische Adel zerschlagen und so verloren die Hunde die Besitzer und Förderer. Erst gegen 1800 begannen Archibald und Duncan McNeill wieder mit der Rettung der Hunde. Queen Victoria stellte die Rassen unter ihren Schutz und machte sie populär. Der Deerhound ist im Haus ruhig und umgänglich, aber seine Grösse und sein Laufbedürfnis müssen berücksichtigt werden.
 
zum Seitenanfang

klick to: Zur Bildergalerie Deerhound, Copyright: Kremer
klick to: Zur Bildergalerie Deerhound, Copyright: Kremer
klick to: Zur Bildergalerie Deerhound, Copyright: Kremer
klick to: Zur Bildergalerie Deerhound, Copyright: Kremer
klick to: Zur Bildergalerie

 

 © 2002 juvomi.de - Geschenke für Tierfreunde     eMail: info@juvomi.de
 Last modified: 08.12.2004, 15:32:55