Huhn

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Huhn

Bankivahuhn, Haushuhn, Kapaun und Hahnrei, Gockel stehen auf neue Hennen


 

Bankivahuhn  
Das Bankivahuhn (Gallus gallus) ist die Urform unseres Haushuhns. Die Männchen haben ein Gewicht von 800-1300 g, die Weibchen 500-740 g. Sie haben ein fast nacktes Gesicht. Bei den Männchen sind fleischige Kopfanhänge in Form von Kamm und Kehllappen stark entwickelt. Das mittlere Schwanzfedernpaar ist verlängert, und die Läufe tragen einen langen, spitzen Sporn. Die Weibchen sind im Gegensatz dazu meistens eher einfach graubraun gefärbt und besitzen keinen Kamm oder Kehllappen. Bankivahühner bewohnen viele verschiedene Gebiete in Asien und haben bezüglich ihres Lebensraumes keine großen Anpassungsschwierigkeiten. Sie benötigen aber Deckung, um sich zurückziehen zu können. Sie können ziemlich gut fliegen. In der Dämmerung betreten sie offene Flächen zum Fressen. Außerhalb der Brutzeit leben sie in Trupps von bis zu 50 Tieren beiderlei Geschlechts zusammen.
Im Frühjahr erkämpft sich der Hahn ein Revier, das er sich mit 3-5 Hennen teilt. Während der Balzzeit trägt der Hahn ein Hochzeitsgefieder. Nach der Mauser im Sommer verliert er die langen Schwanzfedern und die Schmuckfedern am Hals. Kamm und Kehllappen schwellen ab und werden dunkler. Die Nestmulden werden von den Hennen versteckt. Sie legen 5-6, manchmal auch neun Eier, die weiß bis rosa-creme sind und etwa 30 g wiegen. Die Küken sind Nestflüchter und können schon im Alter von acht Tagen von Ast zu Ast flattern. Mit etwas mehr als zwei Monaten machen Junghähne eine Art Stimmbruch durch.
 
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Haushuhn  
Das Haushuhn wurde schon sehr früh aus dem Bankiva-Huhn entwickelt. Schon 1500 Jahre vor Christus führte man Hühner aus Indien nach China aus. Aus Ägypten gelangten sie nach Europa. Bei den Römern galten sie als heilig.
Es gibt drei Gruppen von Hühnern: Die den Bankivas ähnlichen Landhühner mit weißen Ohrscheiben und weißen Eiern, die schwereren, locker befiederten Cochins mit roten Ohrscheiben und gelblichen bis bräunlichen Eiern und die Kampfhühner mit aufgerecktem muskulösem Körper, roten Ohrscheiben und bräunlichen Eiern. Aus diesen wurden die zahlreichen Hühnerrassen gezüchtet, die je nach Bedarf viel Fleisch, viele Eier, Kampfeslust oder einfach nur Schönheit lieferten.
 
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Kapaun und Hahnrei  
Mit dem Wort Hahnrei wird ein betrogener Ehemann bezeichnet. Man sagt auch, ihm wurden "Hörner" aufgesetzt. Beide Begriffe stammen vom Huhn.
Früher wurden junge Hähne kastriert, um sie besser mästen zu können. Man nannte diese Hähne Kapaun. Um sie von fortpflanzungsfähigen Hähnen unterscheiden zu können, wurden ihnen die Sporen an den Beinen abgeschnitten und oben auf dem Kamm wieder eingepflanzt, was wie ein kleines Gehörn aussah.
 
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Gockel stehen auf neue Hennen  
Nachricht vom 05.11.2003:
Eitle Gockel stehen auf neue Hennen
Junge Gockel stehen beim Liebesleben auf Abwechslung: Neue Hennen sind bei ihnen besonders hoch angesehen.
London (dpa) - Neue Hennen sind bei jungen Hähnen besonders hoch angesehen und werden bei der Paarung mit mehr Sperma bedacht, als alt vertraute Hühner. Hennen mit besonders grossem Kamm - also üppigen Geschlechtsmerkmalen - können ebenfalls mit einer "Extraportion" rechnen. Dies meldet eine internationale Forschergruppe im Fachjournal "Nature" (Bd. 426, S.70), die das Verhalten von Bankivahühnern (Gallus gallus) untersucht hat. Die Tiere gelten als Vorfahren der Haushühner.
Ein Hahn optimiere mit dieser Taktik seine Fortpflanzungschancen, berichtet das Team um Tommaso Pizzari von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften. Die Forscher stellten fest, dass Hennen mit grossem Kamm auch besonders schwere Eier legen. Damit sei die Vorliebe der Hähne für Hennen mit grossem Kamm zu erklären. Denn ein grosses Ei mit grossem Dotter, biete einem Embryo mehr Nährstoffe als ein kleines Ei.
Die Forscher hatten die Hähne in dem Versuch nacheinander mit verschiedenen Hennen konfrontiert. Jede neue Henne wurde vom jeweiligen Hahn mit besonderer Zuwendung bedacht.
 
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 Last modified: 07.11.2003, 14:21:09